
100 Jahre Landeshauptstadt Eisenstadt:
Bis zur Angliederung des Burgenlandes lag Eisenstadt am westlichen Rand des Königreichs Ungarn, 1921 kam es als östlichstes Bundesland zu Österreich. Ihre Wahl zum „Sitz der Landesregierung“ am 30. April 1925 setzten die Errichtung von öffentlichen Gebäuden als auch Wohnhausanlagen in Gang, womit sich das Stadtbild und die Siedlungsgrenzen langsam veränderten. Nach mehreren historischen Einschnitten (Zusammenlegung zu „Groß-Eisenstadt“ 1938 und Auflösung des Burgenlandes unter den Nationalsozialisten, Zweiter Weltkrieg und schwieriger Wiederaufbau in der von den Sowjets besetzten Zone) konnte nach Abzug der sowjetischen Truppen ab 1955, wenn auch vorerst zögerlich, der Aufschwung fortgesetzt werden. Um 1970 überschritt die Stadt die 10.000-Einwohner:innen-Grenze, damit einher ging der Ausbau von Wohn- und Gewerbegebieten sowie von Bildungseinrichtungen. Einen weiteren wichtigen Impuls lieferten der Fall des Eisernen Vorhangs sowie der EU-Beitritt 1995.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung Eisenstadts von der einstigen ungarischen Kleinstadt zur prosperierenden Landeshauptstadt mit Karten und historischem Bildmaterial sowie Zahlen und Daten nach.
Referentin: Dr. Brigitte Krizsanits